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Über uns

Kirche

Unsere Kirchengemeinde feiert ihre Gottesdienste in der kleinen, roten Backsteinkirche in der Lange Straße in Rodenberg. Unsere Gemeinde, die zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) gehört, wurde vor 125 Jahren gegründet. Und seit dem 31. Oktober 1999 haben wir endlich einen Namen: St. Johannes. Dies ist einer der Gründe, warum wir Ihnen Einblicke gewähren wollen und uns Ihnen vorstellen. Zugleich wollen wir Sie ermutigen, den christlichen Glauben zu leben und zu praktizieren.

Was uns wirklich wichtig ist?
Einblick - Durchblick?!

Für uns ist es wichtig, daß Menschen im Leben einen richtigen Einblick gewinnen. Um gut zu leben, müssen wir erkennen, was wirklich wichtig ist. Wer weiß, was wichtig ist, blickt richtig durch!

1. Durchblick: Was ist Ihnen wirklich wichtig?
Jeder Mensch hat etwas, was ihm am Herzen liegt. Sie gewiß auch. Vielleicht ist es der berufliche Erfolg, die Gesundheit, die Familie, die guten Freunde oder schlicht das Leben selbst.

2. Durchblick: Das Ziel ist markiert!
Manche Menschen klagen, daß kein rechtes Ziel im Blick ist. Wir Christen sind überzeugt, dass Gott das Ziel markiert hat. Wir finden das Ziel nicht im beruflichen Erfolg, in der Familie oder in anderen menschlichen Möglichkeiten. Gott hat sein Ziel in Jesus Christus deutlich markiert: Seitdem ist diese Welt anders geworden. Gewiß, manchmal sehen wir nicht viel davon. Wir sind gefangen in unserer Sicht. Aber immer wieder durchkreuzt der auferstandene Jesus Christus das Leben von Menschen und sie gewinnen die tiefe Gewißheit: Es gibt einen Gott, der mich liebt und mich aus aller Not erretten will.

3. Durchblick: Das Ziel erfassen!
Unser wichtigstes Anliegen ist, daß Sie dieses Ziel erfassen. Der Mensch braucht eine vertrauensvolle Beziehung zu Gott. Kirchengemeinden können eine Hilfe sein, diese Beziehung zu entdecken und zu pflegen.
Wenn Sie schon ein Christ sind und mit einer Gemeinde oder Kirche verbunden und zufrieden sind, dürfen Sie sich freuen. Vielleicht sind Sie aber noch auf der Suche. Sie wissen nicht, wo und wie Sie das Ziel des Lebens erfassen können. Auf Wunsch könnten wir weiterhelfen!

Denkmal
Noch einmal genauer: Warum gibt es uns?
Vor 125 Jahren wollte der preußische Staat Pastoren und Gemeinden vorschreiben, was und wie sie ihren Glauben zu leben hätten. In Rodenberg und an anderen Orten, die zur damaligen Provinz Hessen-Kassel gehörten, wollten aber doch einige Pastoren und Gemeindeglieder bei dem bleiben, was sie bisher geglaubt und gelebt hatten. Sie forderten Gewissensfreiheit für ihre Haltung. Darauf entließ der preußische Staat 40 Pastoren aus dem kirchlichen Dienst. In Rodenberg wurden auch der Küster und ein Lehrer aus ihren Diensten entlassen. Keiner hätte die Arbeitsstelle verloren, wenn er sich den staatlichen Wünschen gefügt hätte. 15 Christen standen diesen Entlassenen zur Seite. In ihrer Not versammelten sie sich als eine freie oder selbständige evangelisch-lutherische Gemeinde in Rodenberg. Leider akzeptierte der Staat diese Entscheidung nicht. In Rodenberg und an anderen Orten machte er ihnen das Leben schwer, so daß 50.000 Lutheraner Deutschland um ihres Glaubens willen verließen. In Rodenberg wurde niemand zur Auswanderung gezwungen, aber die ersten Pastoren wurden immer wieder verhaftet und kurzzeitig eingesperrt. Dennoch wuchs die Gemeinde von anfangs 15 auf die heutige Zahl von über 280 Gemeindegliedern an. Mit der Zeit akzeptierte der Staat die Freiheit und Selbständigkeit dieser Gemeinden. Im Laufe der Zeit schlossen sich diese selbständigen Gemeinden immer mehr zusammen und bildeten 1972 die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK).

Aus diesen Erfahrungen heraus hält unsere Gemeinde drei Erkenntnisse fest:

  1. Die Ablehnung der Verbindung von Staat und Kirche.
  2. Das Ernstnehmen der Bibel als Gottes Wort.
  3. Die konsequente Bewahrung der Erkenntnisse und Wahrheiten, die Martin Luther entdeckt hatte.
Altar

zu 1:
Was bedeutet das nun praktisch? Obwohl wir heute eine "Körperschaft des öffentlichen Rechtes" sind, verzichten wir bewußt darauf, daß der Staat unsere Kirchensteuer einzieht. Wir finanzieren uns ausschließlich von den freiwilligen Gaben unserer Mitglieder und Freunde.
zu 2:
Die Bibel ist nicht immer leicht zu lesen. Aber unsere Vorfahren und wir haben durch sie immer Kraft und Ermutigung erfahren. Sie hat sich als praktische Lebenshilfe seit über 2000 Jahren bewährt. Darum nehmen wir sie ernst.
zu 3:
Martin Luther hat vor 500 Jahren die entscheidende Wahrheit der Bibel wieder entdeckt: Das Leben ist ein Geschenk Gottes. Nur er kann dieses Leben durch seine Gnade und Liebe erhalten. In seinem Sohn Jesus wurde er Mensch, starb den Kreuzestod und überwand den Tod durch seine Auferstehung, um alle menschliche Schuld und Not zu überwinden. Ein Mensch, der darauf vertraut, wird ewig bei Gott leben. Diesem Jesus begegnen wir in besonderer Weise im Abendmahl. Darum feiern wir es häufig.